Das Dschungelcamp – Ein Kommentar

Das Dschungelcamp zeigt uns jede Staffel wieder, dass das Prinzip Assi Fernsehen immer noch die Massen begeistert. Während der selbstgerechte Zuschauer vor dem Endgerät sitzt, müssen einige Leute in der Show unwürdige Dinge tun nur, damit das Ironische Fernsehpublikum mit sich selber zufrieden sein kann: So abgestürzt bin ich noch lange nicht.

Sendungen wie das Dschungelcamp oder auch Bauer sucht Frau, Frauentausch oder Schwiegersohn gesucht sind einfach nur da, um das mickrige Selbstwert Gefühl des Zuschauers aufzubessern. Es geht RTL nicht um die Rückgewinnung der Reputation der ehemaligen Promis im Dschungelcamp, sondern einzig und allein um die kleinste Violine der Welt. Es geht ihnen alleine um den Profit.

Wir sollten uns das immer vor Augen halten, wenn wir uns mal wieder denken, wie witzig doch das Dschungelcamp ist und wie gut es uns im Gegensatz dazu geht. Und das sollte sich auch die Süddeutsche Zeitung ins Gedächtnis rufen, wenn sie Tag für Tag einen Bericht des aktuellen Dschungeltages veröffentlichen.

bilder aus georgien

Nachdem ich mittlerweile relativ viele Bilder aus meinem Georgienurlaub in diesem Sommer auf meinem Instagram Account (siehe hier) hochgeladen habe, dachte ich mir ich lade auch mal ein Best-Of hier hoch.

So kann ich gleichzeitig auch testen wie das hier auf der Website ausschaut;) 

hauptsmoorwald gerettet!

Der Hauptsmoorwald ist ein Waldstück in der Nähe von Bamberg in Oberfranken. Es dient den Bamberg Bürgerinnen und Bürgern als Naherholungsgebiet und wird auch die grüne Lunge von Bamberg genannt. 

Die Stadt Bamberg hatte aber vor eben dieses Waldgebiet, in dem bis vor einigen Jahren die US Armee ihre Kaserne hatte, zu zerstören. Sie wollte ein Gewerbegebiet hineinbauen, so groß wie das bereits vorhandene Laubanger Gewerbegebiet. 

Gegen diesen Plan haben sich diverse Verbände zusammengeschlossen zur Bürgerinitiative „Rettet den Hauptsmoorwald“. Gemeinsam initiierten sie ein Bürgerentscheid über die Zunkuft des Waldes und gewannen am 28.10 diesen überaus deutlich. Beinahe 75% der abgegebenen Stimmen, sprachen sich für den erhalt des Naherholungsgebiet aus. Ein großer Tag für Bambergs Umwelt- und Bürgerbewegungen. 

rede #miahamssatt demonstration

Am 6. Oktober gingen in München ca. 18.000 Menschen auf die Straße um pünktlich vor der Landtagswahl in Bayern noch einmal ihre Stimmen zu erheben und der Regierung zu zeigen: so geht es nicht weiter. Sei es bei der Suche nach einem drittem Nationalpark oder beim Thema Polizeiaufgabengesetz.

Im Rahmen meines Vorstandamtes bei der Jugendorganisation BUND Naturschutz (www.jbn.de) kam mir die Ehre zu bei der Demonstration die Rede der Jugend zu halten. Das war meine größte Rede die ich je gehalten habe und ich muss sagen es war toll. So viele Menschen, dass man von der Bühne aus kein Ende gesehen hat. Die Umweltlobby hat ihre Stimme erhoben und wie!  Hier meine Rede im Wortlaut:

Hallo München!

Es ist schön zu sehen, dass so viele voneuch heute hierher gekommen sind um der Landesregierung zu zeigen: so gehtes  nicht weiter!

Ich steheheute vor euch nicht nur als Vertreter der Jugendorganisation BUND Naturschutz,ich stehe hier stellvertretend für all die Jugendlichen und jungenErwachsenen, die sich eine zukunftsorientierte Bayrische Gesellschaft wünschen, und keine angsterfüllte.

DieLandesregierung unter Leitung der CSU hat endgültig bewiesen, dass ihre aktuelle Politik die Stimme der bayerischen Jugendnicht verdient.

Gerade dieAnliegen von uns jungen Natur- und Umweltschützer*innen hat die CSU-Spitze immer wieder gekonnt ignoriert.

Ob RiedbergerHorn, Dritte Startbahn, Abgas-Skandal oder Schweine-Betäubung – immer wieder stießen und stoßenwir auf taube Ohren. Doch gerade weil wir diejenigen sind, die in 10, 20 Jahrendie Folgen dieser fehlgeleiteten Politik zu spüren bekommen werden, lassen wir uns nicht länger mit leeren Worten abspeisen und unsere Anliegen auch nicht auf dielange Bank schieben. Denn es geht um nichts Geringeres als um unsere Zukunft.

Das ist zwareine abgedroschene Floskel aber: „uns gehört die Zukunft!“

Diejenigen,die heute die Natur verschandeln, sind nicht die Leittragenden dieser fehlgeleitetenPolitik, nein, das sind wir! Wir und unsere Kinder, die – wenn es nach dem Willen von Söder und co. geht –  in 20 Jahrennicht mehr die Wiesen und Wälder Bayerns ihre Heimat nennenwerden, sondern nur noch zubetonierte Landschaft kennen werden. Aufgewachsenzwischen Aldi und Rewe und zwischen Lidl und Penny statt zwischen Stock undStein!

Deshalbfordern wir ganz klar:

Wir wollen ineinem Deutschland leben, wo öffentliche Meinung und Klimaschutz nicht mit Füßen getreten wird – so wie es aktuell im Hambacher Forst passiert!.

Wir wollen ineinem Deutschland leben, in dem Nächstenliebe von einer leerenFloskel der CSU zu einem gelebten Grundsatz geworden ist.

Wir wollen ineinem Deutschland leben, das der Jugend zuhört!

Wir haben esso satt! Wir haben genug von dem, was uns die CSU als Politik verkaufen will.Wir haben genug von Kreuzer, Herrmann, Söder und Dobrindt!

Wir sagenlaut und deutlich: Angstmacherei und fremdenfeindlicher Populismus sind keinePolitik in unserem Namen!

Um dasdeutlich zu machen, sind in den letzten Wochen und Monaten immer mehr Menschenauf die Straße gegangen, haben Reden gehalten, offene Briefe geschrieben, habenPetitionen unterzeichnet, mit Bekannten und Verwandten diskutiert – unserEinsatz für eine offene, menschen – und umweltfreundliche Gesellschaft war stark und bleibtungebrochen, auch nach der Landtagswahl am 14.Oktober!

Zeitungentitelten in den vergangenen Wochen, das sei der Sommer des Widerstandes inMünchen. Eine Großdemo nach der anderen. Und allesamt wegen der fehlgeleitetenPolitik der Landesregierung. Wir fordern deshalb: belasst es nicht beim Sommerdes Widerstands, tragt den Widerstand raus und lasst es ein Jahr desWiderstands werden!

Lasst unsauch weiterhin lautstark und so zahlreich auf die Straßen gehen. Aber dasallerwichtigste: Zeigt mit eurer Stimme am 14. Oktober, das Bayern ein ökologischer, eine weltoffener undvor allem ein bunter Freistaat ist! Geht wählen und gebt der Natur eine Stimme!